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Beim Frankenberger B-Ligisten scheinen die Zeiten des Punktelieferanten vorbei Bei Italia hat sich was getanBurgwald. Null Punkte und
5:91 Tore. Was sich anhört wie die Bilanz eines Absteigers nach
einer ganz miesen Saison, sind in Wahrheit die niederschmetternden
Zahlen der ersten sieben Spieltage einer Serie. Vor einem Jahr, nach
eben sieben Partien in der B- Bei Italia Burgwald fehlte es oft an Kleinigkeiten: Seien es wie hier die Handschuhe für den Torwart. Trainer Peter Thomas hat viel Arbeit, doch bisher acht Punkte in dieser Saison zeigen, dass es besser wird. Archivfotos: hwx Rückblick: Seitdem Italia Burgwald 2003 in
die B- Im Herbst 2009 stieg schließlich Peter Thomas bei Italia ein. „Es sind grundsätzliche Sachen, mit denen ich begonnen habe, von der Ballpflege bis zur Grundordnung im Spiel“, sagte er nach den ersten Wochen. Heute, acht Monate später, scheint zumindest die sportliche Talfahrt gestoppt. „Ich habe mehr Spieler, kann also immer mit einer kompletten Mannschaft antreten. Zwölf Spieler haben im Sommer sogar ein Trainingslager mitgemacht, die bilden jetzt auch den Stamm“, sagt Thomas, der Platz zehn bis 14 am Ende der Saison für realistisch hält. Grundordnung bleibt bei 0:1Der Coach arbeitet in kleinen Schritten. „Früher war das Spiel verloren, wenn wir 0:1 hinten lagen. Jetzt ziehen wir unsere Taktik durch und geben die Grundordnung nicht auf. Die Spieler wollen lernen. Und sie haben schon gelernt“, erklärt er. Allerdings hat Thomas alle zwei Wochen Spätschicht, kann also das Training nicht leiten. „Dann gibt es Spieler, die haben Spätschicht, wenn ich Frühschicht habe. Die sehe ich nur sonntags“, sagt der Coach, der sein Team „eine verrückte Truppe“ nennt, in dem sich Deutsche, Marokkaner, Algerier, Pakistani, Italiener und Osteuropäer tummeln. Sportlich ist also fast alles im Lot, nach dem besten Saisonstart seit Jahren. Fast. Thomas würde gern eine zweite Mannschaft melden, um allen, die Fußball spielen wollen, die Gelegenheit dazu zu geben. „Momentan habe ich 18 Spieler, von denen einige verständlicherweise unzufrieden sind, weil sie nicht mitspielen dürfen. Wir könnten über 30 Jungs aufbieten“, sagt er. Aber die meisten hätten keinen Führerschein, könnten also weder zum Training noch zu den Spielen kommen. „Wir haben hier eben auch Probleme, die andere Vereine nicht kennen“, sagt Thomas. „Ich kenne die Vorurteile, die es gibt. Aber man sollte uns auch eine Chance geben.“
Update:10. Januar 2011 |